Das Taufbecken

Während der Domsanierung wird das Taufbecken an das Bodemuseum in Berlin verliehen, wo es ab dem 29. September 2010 ausgestellt wird.

Taufbecken DomDas eherne Taufbecken stand bis ins 17. Jahrhundert im westlichen Teil des Mittelschiffes und wurde erst 1653 in die Georgskapelle des nördlichen Seitenschiffes versetzt. Vier kniende Figuren, die vier Paradiesflüsse Euphrat, Tigris, Phison und Geon symbolisierend, tragen den schweren Taufkessel.

Die einzigartige Gestaltung des Taufbeckens wird durch die Zahl Vier gegliedert. Auf dem Kessel werden vier Reliefszenen, die durch Medaillons und Säulen begrenzt werden, gezeigt. Es handelt sich um die Taufe Jesu im Jordan, den Zug durch das Rote Meer, den Transport der Bundeslade über den Jordan und das Widmungsbild, auf dem sich der Stifter Wilbernus zu Füssen der Gottesmutter hat darstellen lassen.

Dieser Abfolge entspricht die Gliederung des Deckels mit ebenfalls vier Reliefszenen, die durch Säulen begrenzt werden. Dargestellt werden Christus und die reuige Sünderin, Bethlehemitischer Kindermord, Werke der Barmherzigkeit und der blühende Stab Aarons.

Des Weiteren wird durch die Inschriften, Medaillons, Propheten und die Kardinaltugenden ein intensives Beziehungsgeflecht zwischen den vertikalen und horizontalen Ebenen aufgebaut mit starkem Symbolgehalt, der auf die Taufe Bezug nimmt.

Das Taufbecken hat für die Zeit der Domsanierung Hildesheim verlassen, es ist ab Oktober 2010 im Bode-Museum in Berlin zu sehen sein.

Wo?
Bode-Museum
Am Kupfergraben 1
10178 Berlin
Tel.: 030 266424242
www.smb.museum.de

Wann?
Montag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Donnerstag 10 bis 22 Uhr