Der Heziloleuchter

Der Heziloleuchter hängt seit März 2010 bis zum Abschluss der Domsanierung in der Hildesheimer Basilika St. Godehard, die für die Zeit der Arbeiten Bischofskirche ist (Öffnungszeiten: täglich von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr).

Heziloleuchter

Mit einem Durchmesser von über 6 Metern, ist der Heziloleuchter einer der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Radleuchter im deutschsprachigen Raum. Von den vier mittelalterlichen Lichterkronen, die sich erhalten haben (Thietmar-Leuchter in Hildesheim, Barbarossa-Leuchter im Aachener Münster und der Hartwig-Leuchter auf der Großcomburg/Schwäbisch Hall), ist der Heziloleuchter das älteste und größte Goldschmiedewerk. Bischof Hezilo hat die monumentale Lichterkrone 1061 für den wiederhergestellten Dom gestiftet. Er symbolisiert die endzeitliche Vision der aus dem Himmel Gottes herabkommenden heiligen Stadt, das „Himmlische Jerusalem“ mit seinen zwölf Toren, wie es der Text der Offenbarung des Johannes schildert (Offenbarung 21-22).

Vor wenigen Jahren – von 2002 bis 2007 – wurde der Leuchter aufwendig restauriert. Das im 19. Jahrhundert zugefügte elektrische Licht wurde im Rahmen der Restaurierung wieder zurückgebaut. Die Wirkung der 72 Kerzen, die das Dunkel des Kirchenraums schon im Mittelalter erhellten, ist auch für den heutigen Kirchenbesucher beeindruckend. Der Leuchter scheint zu schweben und damit tatsächlich „vom Himmel herabzukommen“. Heute werden die Kerzen allerdings nur noch an besonderen Feiertagen entzündet.

Für die Zeit der Domsanierung ist der Heziloleuchter in der Basilika St. Godehard zu bewundern .

Wo?
Basilika St. Godehard
Godehardsplatz
31134 Hildesheim
Telefon: 05121 34578

Wann?
Montag bis Samstag von 8.00 bis 18 Uhr
Sonntag 12 bis 18.00 Uhr