Der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil zur Domsanierung

Stephan Weil1985 erhob die UNESCO als weltweit höchste Kulturinstanz die romanischen Sakralbauten Hildesheims in den Rang eines Weltkulturerbes. Dom und St. Michael werden seitdem - voll-kommen zu Recht - in einem Atemzug mit der Akropolis von Athen und der Vatikanstadt genannt.

Neben der beispielhaften Architektur war vor allem die Qualität der erhaltenen hochmittelalterlichen Kirchenausstattung ausschlaggebend, die in dieser Vielfalt und künstlerischen Qualität einmalig ist. In Hildesheim kann man in einem Kirchengebäude den Reichtum romanischer Kunst entdecken und erblickt Facetten einer Epoche, die anderen Orts von der Last der vergangenen Jahrhunderte zerrieben wurden.

Mindestens so beeindruckend wie die Fülle der präsentierten Schätze ist ihr Überdauern über die Wirren der Jahrhunderte. Weder eine der vielen mittelalterlichen Feuersbrünste noch die Bomben des Zweiten Weltkrieges haben die einzigartigen Zeugnisse im Hildesheimer Dom existentiell schädigen können.

Die Auszeichnung des Doms als UNESCO-Weltkulturerbe bewirkt dauerhaft eine weltweite Aufmerksamkeit für die einzigartigen romanischen Großbronzen und das sie umgebende Bauensemble. Sie ist auch eine Verpflichtung für die Zukunft. Das Land Niedersachsen nimmt diese Herausforderung gerne an und fördert das Großprojekt Domsanierung mit erheblichen Mitteln.

Ich wünsche weiterhin einen erfolgreichen Bauverlauf und freue mich mit vielen Bürgerinnen und Bürgern auf den großartigen Tag der Wiedereröffnung zum 1200-jährigen Gründungsjubiläum im Jahr 2015.

 

Hannover, im Mai 2013

Unterschrift Weil

Stephan Weil
Niedersächsischer Ministerpräsident
und Schirmherr der Domsanierung