Ausgrabungen: Der Dom - eine Fundgrube

Bereits seit August 2009 erkunden Archäologen das Gelände, setzen aus Tonscherben, Mörtel, Knochen und alten Steinen die Dom-Geschichte zusammen. Das Areal hat sich dabei als wahre Fundgrube erwiesen: In der Antoniuskirche fanden die Forscher Reste der karolingischen Wehrmauer, im Dom Mauerreste der ersten Marienkapelle, die von Ludwig dem Frommen 815 errichtet worden sein soll. Damit erhärtet sich die Vermutung, dass der Dom tatsachlich von ihm gegründet wurde.

Ausgrabung Glockengießerei

Eine Glockengussanlage aus dem 18.
Jahrhundert: Gut zu erkennen ist noch die
Form der Schmelzwanne. Die flüssige Bronze
wurde von hier aus in die Glockenform
geleitet. Bild: Bernward Medien

Vor der Antoniuskirche auf dem Huckedahl entdeckten die Archäologen einen weiteren Mauerrest: das Fundament der Bernwardmauer, die Bischof Bernward bauen ließ. Sie liegt nur 30 Zentimeter unter dem Gehweg.

Bei ihrer Suche stoßen die Wissenschaftler immer wieder auf Gräber. Teilweise haben sich neben den Knochen auch Stoffreste, Schuhe und mittelalterliche Fußbodenverzierungen erhalten. Bei ihren Ausgrabungen entdeckten die Archäologen außerdem Scherben aus der römischen Eisenzeit. Damit ist bewiesen, dass das Domviertel schon zu dieser Zeit besiedelt war. Darüber hinaus entdeckten sie mittelalterliche Schreibgeräte und Dachziegel aus der Zeit Bischof Bernwards sowie eine Glockengussanlage aus dem 18. Jahrhundert.


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